Veranstaltung Wie gelingt internationale Solidarität, die uns alle stärkt?

Am 25. Juni kamen 18 Kolleginnen und Kollegen in das IG Metall-Haus, um mit der Wissenschaftlerin und Gewerkschafterin Nicole Mayer-Ahuja über die Frage zu diskutieren: „Wie gelingt internationale Solidarität, die uns alle stärkt?“

Europäische Union, Flaggen

17. August 2026 17. August 2026


Nicole Mayer-Ahuja, Professorin an der Universität Göttingen und Vertrauensdozentin der Hans-Böckler- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, machte deutlich: Internationale Solidarität ist angesichts globaler wirtschaftlicher Verflechtungen notwendiger denn je – zugleich aber keine Selbstverständlichkeit.

Denn der Kapitalismus setzt Beschäftigte weltweit in Konkurrenz zueinander und schafft globale Ungleichheiten. Gleichzeitig verbindet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über Ländergrenzen hinweg die Erfahrung von Arbeit, Unsicherheit und gemeinsamen sozialen Interessen. Diese Gemeinsamkeiten bilden die Grundlage für eine starke „internationale Arbeiterbewegung“.

In ihrem Vortrag zeigte Mayer-Ahuja, dass internationale Solidarität bereits seit den Anfängen der Arbeiterbewegung immer wieder erfolgreich organisiert wurde, aber ebenso durch Nationalismus und Rassismus zurückgedrängt werden kann. Historische Beispiele wie der internationale Kampf um den Achtstundentag zeigen, welche Kraft entsteht, wenn Beschäftigte sich über Grenzen hinweg zusammenschließen.

Im anschließenden Austausch berichteten die Teilnehmenden von eigenen Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolgen gewerkschaftlicher Solidarität. Dabei wurde deutlich: Internationale Solidarität muss im Alltag gelebt und in den Betrieben organisiert werden. Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg und Verständigung zwischen Beschäftigten sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Nationalismus und gewerkschaftsfeindliche Politik nicht erfolgreich sind.

Die Veranstaltung wurde vom Kollegenkreis für einen neuen internationalen Arbeitskreis der IG Metall Berlin organisiert. Wer sich an dem Arbeitskreis beteiligen möchte, kann sich unter berlin@igmetall.de melden.