IAV IAV Berlin: Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 gemeinsam erkämpft

Mit großem Engagement und Solidarität haben die Beschäftigten bei IAV in Berlin den nun erreichten Zukunftstarifvertrag ermöglicht. Der erneute Personalabbau bleibt aber ein schwerer Schlag für die Standorte.

Sicherheit für die IAV-Beschäftigten: Kundgebung in Berlin.

11. August 2026 11. August 2026


Die Beschäftigten bei IAV haben in den vergangenen Monaten die immer dreisteren Kahlschlagpläne aus den Führungsetagen nicht hingenommen. Mit Aktionen, Demonstrationen und standortübergreifendem Zusammenhalt haben die Kolleginnen und Kollegen deutlich gemacht, dass sie ihre Arbeitsplätze und ihre Zukunft nicht wehrlos aufgeben. Der jetzt vereinbarte Zukunftstarifvertrag wäre ohne diesen gemeinsamen Einsatz nicht möglich gewesen.

Der Tarifvertrag schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 aus und verhindert weitere Eingriffe in tarifliche Standards. Das ist ein wichtiger Erfolg! Gleichzeitig bleibt der geplante Abbau von Arbeitsplätzen ein schwerer Einschnitt und ist für sich genommen keine zukunftsweisende Strategie für das Unternehmen.

Ines Beeck, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin: 

„Die zeitweise im Raum stehende Schließung des Berliner Standorts konnte gemeinsam verhindert werden. Entscheidend dafür war, dass sich die Kolleginnen und Kollegen organisiert, zusammengeschlossen und ihrem Arbeitgeber geschlossen entgegengestellt haben. Gleichzeitig macht sich niemand etwas vor: Der nun erzielte Kompromiss ist kein Grund zum Feiern, sondern mit harten Einschnitten für die Beschäftigten verbunden.“

 

Hintergrund: 

IAV befindet sich seit mehreren Jahren in einem umfassenden Restrukturierungsprozess. Bereits 2024 wurde ein Abbauprogramm umgesetzt. Aktuell arbeiten 1.250 Beschäftigte am Standort Berlin.

Der nun vereinbarte Zukunftstarifvertrag folgt nach umfassenden Protesten gegen die neuen Abbaupläne des Unternehmens. Vorgesehen ist, die Belegschaft deutschlandweit bis Ende 2027 auf 2.970 Beschäftigte zu reduzieren. Die Umsetzung soll über ein Ansprache- und Freiwilligenprogramm sowie einen vereinbarten Sozialplan erfolgen. Der neue Zukunftstarifvertrag schließt betriebsbedingte Kündigungen bis zum 31. Dezember 2028 aus, sichert bis dahin alle Standorte ab und verhindert tarifliche Verschlechterungen.

Mehr Informationen in der Pressemitteilung der IG Metall Bezirksleitung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.