Gewerkschaften und Widerstand Gewerkschaften in der Zeit des Nationalsozialismus

Gewerkschaften waren in der Zeit des Nationalsozialismus verboten. Am 2. Mai 1933 hatte das NS-Regime alle Gewerkschaftshäuser stürmen und besetzen lassen. Gewerkschaftsmitglieder wurden verfolgt, inhaftiert und zum Teil ermordet.

2. Mai 1933: Nazis überfallen Gewerkschaftshäuser


Gewerkschaften waren in der Zeit des Nationalsozialismus verboten. Am 2. Mai 1933 hatte das NS-Regime alle Gewerkschaftshäuser stürmen und besetzen lassen, alle Mitgliederdateien und Unterlagen und das Vermögen aller Gewerkschaften wurden beschlagnahmt. Mitglieder und Funktionäre der Gewerkschaften wurden verfolgt, inhaftiert und zum Teil ermordet. Viele Gewerkschaftsmitglieder leisteten Widerstand gegen das NS-Regime.

Dieser Widerstand von Aktiven in den Gewerkschaften wird in der Geschichtsschreibung, beispielsweise in Schulbüchern, oft nur unzureichend gewürdigt. Wir wollen die Erinnerung an diesen Widerstand wach halten. Auf den folgenden Seiten dokumentieren wir einen kleinen Ausschnitt aus der Geschichte der Gewerkschaften in der Zeit des Nationalsozialismus für unsere Berliner Geschäftsstelle der IG Metall.

Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung im Nationalsozialismus 

Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung treten im Lauf der Geschichte in verschiedenen Formen auf. Zur Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mussten allein im Deutschen Reich etwa 13 Millionen Männer, Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Auch heute kommen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit in einigen Branchen Deutschlands in großem Umfang vor und dienen als Grundlage ihrer Geschäftsmodelle.