VW-Softwaretochter Betriebsratssprechstunde bei CARIAD Berlin: Klare Kante für Beschäftigung und Zukunft

Die Verunsicherung in der Belegschaft ist groß, der Gesprächsbedarf ebenso: Rund 80 Beschäftigte nutzten die Betriebsratssprechstunde bei CARIAD Berlin, um sich über die aktuelle Situation auszutauschen, Fragen zu stellen und ein klares Signal an das Management zu senden.

CARIAD_Coffeandtalk

22. Oktober 2026 22. Oktober 2026


Die Verunsicherung in der Belegschaft ist groß, der Gesprächsbedarf ebenso: Rund 80 Beschäftigte nutzten die Betriebsratssprechstunde bei CARIAD Berlin, um sich über die aktuelle Situation auszutauschen, Fragen zu stellen und ein klares Signal an das Management zu senden. Flankiert wurde die Veranstaltung von unserem Gesprächsangebot „Coffee & Talk“ vor dem Unternehmensgebäude, wo zahlreiche Kolleginnen und Kollegen die Gelegenheit zum individuellen Gespräch und Fragen nutzen. Ein Auftakt der IG Metall in den nächsten Wochen mit den Beschäftigten gemeinsam für ihre Zukunft einzustehen.

Die Atmosphäre war angespannt. Viele Beschäftigte äußerten ihre Sorge über die Zukunft ihrer Arbeitsplätze, ihre Wut über die aktuellen Pläne des Vorstands und ihr Unverständnis darüber, dass die Belegschaft nun die Folgen von Managemententscheidungen tragen soll.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die bekannten Angriffe auf zentrale tarifliche Regelungen und die angekündigten Maßnahmen des Vorstands. Bereits vor drei Wochen waren auf einer Betriebsversammlung die Pläne bekannt geworden, bis zu 1.600 Beschäftigte aus dem Unternehmen zu drängen. Seitdem hat sich die Lage nicht entspannt. Im Gegenteil: Weitere Ankündigungen zu Personalkosten, Standortstruktur, Zusammenarbeit und Beteiligungen sorgen für zusätzliche Verunsicherung.

Für viele Beschäftigte ist klar: Hinter wohlklingenden Managementbegriffen verbergen sich konkrete Einschnitte. Ob Druck auf Einkommen und Leistungen, Einschränkungen beim mobilen Arbeiten, die Verlagerung von Standorten oder der Abbau von Unternehmensbereichen – die Sorgen in der Belegschaft sind real.

Gleichzeitig machte der Betriebsrat deutlich: Die Beschäftigten stehen nicht schutzlos da. Die bestehende Beschäftigungssicherung schützt bis Ende 2029 vor betriebsbedingten Kündigungen.

Die zentrale Botschaft der Veranstaltung war deshalb eindeutig: Die Beschäftigten sind nicht verantwortlich für strategische Fehlentscheidungen des Managements. Statt Arbeitsplätze infrage zu stellen, braucht CARIAD eine Zukunftsstrategie, Klarheit mit dem Auftragnehmer und Investitionen in die Belegschaft.

Die IG Metall stellte klar, dass sie gemeinsam mit Betriebsrat und Beschäftigten um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpfen wird. Die Forderungen liegen auf dem Tisch: Schutz und Verlängerung der Beschäftigungssicherung, Fortführung der gekündigten Tarifverträge, verlässliche Standortperspektiven und eine Unternehmensstrategie, die Zukunft schafft statt Unsicherheit.

Die hohe Beteiligung an der Betriebsratssprechstunde und die zahlreichen Gespräche vor Ort zeigen: Die Beschäftigten stehen zusammen. Und genau diese Solidarität wird entscheidend sein, um den aktuellen Angriffen auf Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen entschlossen entgegenzutreten.

Unser Versprechen bleibt: Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz. Gemeinsam. Solidarisch. Entschlossen. Wir sehen uns die nächsten Wochen!