VW Aktionstag Aktionstag bei VW: Berliner CARIAD-Beschäftigte setzen Zeichen für konzerninterne Softwarentwicklung

Unter dem Motto „Vereint für unsere Zukunft kämpfen“ beteiligten sich am Donnerstag auch die Berliner Beschäftigten von CARIAD am bundesweiten Aktionstag des Volkswagen-Konzerns und forderten ein klares Bekenntnis für die Zukunft der konzerninternen Softwareentwicklung.




Parallel zur Aufsichtsratssitzung der Volkswagen AG haben sich am Donnerstag bundesweit VW-Beschäftigte an Protestaktionen gegen angekündigte Stellenstreichungen und Werksschließungen beteiligt. Auch die Belegschaft der VW Softwaretochter CARIAD in Berlin schloss sich den Aktionen an. Am Berliner Standort arbeiten mehr als 1.200 Beschäftigte.

 Anlass für die Beteiligung sind auch die aktuellen Berichte und Spekulationen in der Presse über die künftige Ausrichtung der Entwicklung von ADAS-Fahrfunktionen (Advanced Driver Assistance System) im Volkswagen Konzern. Mit dem Ende der Kooperation zwischen CARIAD und Bosch in der Automated Driving Alliance wird darüber spekuliert, dass Schlüsseltechnologien im Bereich des automatisierten Fahrens künftig außerhalb des Konzerns entwickelt werden könnten. Das wäre aus Sicht der Beschäftigten ein strategischer Fehler. 

„CARIAD hat den klaren Auftrag zentrale Technologien wie autonomes Fahren, die Softwarearchitekturen und die Software Governance im Volkswagen Konzern zu führen. ADAS ist eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft des Automobils. Wer ADAS verkauft, gibt Know-how, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit aus der Hand. Zukunftstechnologien gehören zu CARIAD und in den Volkswagen Konzern. Nicht nach China. Nicht in die USA. Nicht zu externen Anbietern“, so Gerhard Retzer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrat CARIAD. 

Die IG Metall Berlin fordert ein verbindliches Bekenntnis des VW-Konzerns zu seiner Softwaretochter CARIAD, zu den Beschäftigten und zu einer langfristigen Strategie, die Softwarekompetenz im Konzern sichert und ausbaut.


Cariad Berlin