Die Befragung fand in zahlreichen Berliner Betrieben statt. Insgesamt haben sich mehr als 2.000 Kolleginnen und Kollegen an der Befragung beteiligt. Die Ergebnisse fließen nun in die Diskussionen der Tarifkommissionen ein und bilden eine wichtige Grundlage für die Forderungsdebatte der IG Metall.
„Wer Tarifpolitik ernst nimmt, muss die Beschäftigten fragen. Die große Beteiligung in Berlin zeigt: Die Kolleginnen und Kollegen wollen ihre Arbeits- und Lebensbedingungen nicht anderen überlassen, sondern selbst aktiv mitentscheiden“, sagt Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin.
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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Tarifbewegung sind herausfordernd. Etliche Betriebe stecken in der Krise, bauen ab, verlagern, schließen. Hier sichert die IG Metall durch verschiedene Tarifregelungen Arbeitsplätze, etwa über die Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung und durch die Reduzierung der Arbeitszeiten.
Es gibt aber auch immer noch Unternehmen, die hohe Gewinne machen. Insgesamt schütten allein die 40 Dax-Unternehmen im letzten Jahr rund 55,3 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus – 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr und neuer Rekord.
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So geht es weiter in der Metall-Tarifrunde 2026
- 24. Juni: Bundesweiter Auftakt der Tarifkommissionen zur Forderungsdebatte
- 22. September: Tarifkommissionen beschließen Forderungen
- 23. September: Der Vorstand der IG Metall beschließt die endgültige Forderung
- Ab Oktober: Start der Tarifverhandlungen
- 31. Oktober: Auslaufen der Entgelttarifverträge – Ende der Friedenspflicht um 24 Uhr
- Ab 1. November: Warnstreiks möglich
Letzte Tarifrunde 2024: +5,1 Prozent mehr Geld in zwei Schritten
In der letzten Tarifbewegung in der Metall- und Elektrindustrie im Herbst 2024 hat die IG Metall Entgelterhöhungen von 5,1 Prozent in zwei Schritten, 140 Euro mehr im Monat für Auszubildende plus eine Erhöhung des Tariflichen Zusatzgelds (T-ZUG B, ZUB), sowie mehr freie Tage durchgesetzt. Die zweite Stufe der Entgelterhöhung in Höhe von 3,1 Prozent gab es gerade im April. Mehr als 620.000 Beschäftigte hatten mit Warnstreiks Druck für den Tarifabschluss 2024 gemacht.