Fusion von TK Elevator und KONE TK Elevator-Beschäftigte fordern Antworten auf 29-Milliarden-Deal mit KONE

Mehr als 1.000 Beschäftigte von TK Elevator protestierten in Hannover gegen die geplante Fusion mit dem finnischen Konzern KONE. Die Demonstration war Teil eines weltweiten Aktionstags unter dem Motto „Kein Deal ohne uns!“. Viele Kolleginnen und Kollegen aus Berlin beteiligten sich an den Protesten.

TKE


Beschäftigte von TK Elevator (TKE) haben am Mittwoch gegen die geplante Fusion mit dem finnischen Konzern KONE protestiert. Die IG Metall hatte zu Aktionstagen in Düsseldorf, Hannover und Frankfurt aufgerufen. Auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus Berlin von TK Aufzüge, Tepper Aufzüge und Tepper BSC reisten mit mehreren Reisebussen nach Hannover, um gemeinsam für sichere Arbeitsplätze, Mitbestimmung und einen Zukunftstarifvertrag zu demonstrieren.

Hintergrund ist die geplante Übernahme des Aufzugs- und Fahrtreppenherstellers TKE durch den finnischen Wettbewerber KONE für rund 29,4 Milliarden Euro. Die bisherigen Eigentümer, die Finanzinvestoren Advent und Cinven, hatten TKE erst vor sechs Jahren für 17,2 Milliarden Euro von ThyssenKrupp übernommen. Die enorme Wertsteigerung macht den Verkauf für die Investoren hoch profitabel – die Beschäftigten hingegen sorgen sich um ihre Zukunft.

Die Arbeitnehmervertretungen wurden über die Übernahme weder informiert noch konsultiert, obwohl nationale Mitbestimmungsrechte und internationale Vereinbarungen genau das verlangen. Für die IG Metall ist das kein Formfehler, sondern ein bewusstes Außenvorlassen der Mitbestimmung.

Besonders kritisch sehen IG Metall und Betriebsräte die angekündigten Einsparungen von jährlich 700 Millionen Euro, die vor allem durch Personalabbau und den Abbau von Doppelstrukturen realisiert werden sollen. David Atzler, Betriebsratsvorsitzender des Tepper Business Service Center (BSC), sagte dazu: „700 Millionen Euro Einsparungen Jahr für Jahr bedeuten, dass KONE-Besitzer Antti Herlin und unsere Eigentümer entschieden haben, viele Kolleginnen und Kollegen nach Hause zu schicken. Das lassen wir uns nicht gefallen.“

Die IG Metall fordert deshalb vollständige Transparenz über die Fusionspläne und deren Folgen, klare Zusagen für Beschäftigung und Standorte sowie einen bundesweiten Zukunftstarifvertrag. Dieser soll Arbeitsplätze sichern, Investitionen garantieren und die Mitbestimmung stärken.

Andreas Koch, Betriebsratsvorsitzender von Tepper Aufzüge, betonte: „Die Kolleginnen und Kollegen brauchen keine Glaskugel der Ungewissheit, sie brauchen Sicherheiten und Perspektiven, sie brauchen einen Tarifvertrag 2.0!“

„Die Kolleg:innen in Berlin von TKE haben ein starkes Signal an Investoren und KONE gesendet und damit unseren Forderungen nach Arbeitsplatzsicherung, Standortsicherung, Tarifanerkennung und vielem mehr deutlich Ausdruck verliehen“, fasste Peter Hartleben, Betriebsratsvorsitzender bei TK Aufzüge, zusammen