INTERNATIONALER FRAUENTAG – MIT BERICHTERSTATTUNG Internationaler Frauentag: 30.000 Menschen gehen in Berlin für Gleichstellung auf die Straße

Zum Internationalen Frauentag zogen in Berlin 30.000 Menschen unter dem Motto „feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich“ durch die Straßen. Begleitend dazu organisierte die IG Metall Berlin zahlreiche Aktionen in den Betrieben, um Austausch, Vernetzung und Sichtbarkeit von Frauen zu stärken.

Frauentag 8.März 2026 Berlin Demo Feminismus


Der Kampf um Gleichstellung ist auch im Jahr 2026 noch nicht zu Ende. Deshalb rief am 8. März, dem Internationaler Frauentag, erneut ein breites feministisches, stadtpolitisches und gewerkschaftliches Bündnis zur großen Demonstration in Berlin auf. Rund 30.000 Menschen folgten dem Aufruf und zogen bei strahlender Sonne vom Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg bis vor das Rote Rathaus. Unter ihnen waren auch zahlreiche Metallerinnen, die gemeinsam für Selbstbestimmung, soziale Gerechtigkeit, Gute Arbeit und Gleichberechtigung auf die Straße gingen. Auf der Kundgebung sprach Jasmin Fischer, Jugend- und Auszubildendenvertreterin bei Siemens Energy in der Huttenstraße.

Viele zentrale Fragen der Gleichstellung weiterhin ungelöst

Noch immer übernehmen überwiegend Frauen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit. Sie arbeiten häufiger in Teilzeit, verdienen im Durchschnitt weniger und sind deutlich seltener in Führungspositionen vertreten. Diese strukturellen Ungerechtigkeiten wirken sich auf das gesamte Erwerbsleben aus – im Betrieb, im Familienalltag und schließlich auch bei der Rente.

„Der 8. März erinnert uns jedes Jahr daran, dass Gleichstellung kein Selbstläufer ist. Viele Kolleginnen erleben im Alltag noch immer strukturelle Benachteiligungen. Das betrifft den Betrieb genauso wie andere Lebensbereiche. Deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam sichtbar bleiben und Druck für Veränderungen machen“, sagt Ines Beeck, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin.

Austausch und Solidarität in den Betrieben

Rund um den Internationalen Frauentag organisierte die IG Metall Berlin deshalb auch zahlreiche Aktionen in den Betrieben. Bei Osram/Ushio wurden Rosen verteilt. In anderen Betrieben, wie Siemens Energy, boten Frauen-Cafés Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung. Betriebsrätinnen nutzten die Gelegenheit, um mit Kolleginnen ins Gespräch zu kommen und konkrete Anliegen aus den Belegschaften aufzunehmen. 

„Der Austausch mit Kolleginnen ist sehr wertvoll. Viele Herausforderungen, die Frauen im Arbeitsalltag erleben, sind ähnlich. Wenn wir darüber sprechen und uns gegenseitig unterstützen, können wir gemeinsam Veränderungen anstoßen. Solidarität im Betrieb ist dafür eine wichtige Grundlage“, sagt Sophie Bartholdy, Kassiererin der IG Metall Berlin.

 

Berichterstattung:

rbb24 Abendschau: Frauen fordern mehr

Die Zeit: Frauenrechte: Rund 30.000 Menschen demonstrieren zum Weltfrauentag in Berlin