Pressemitteilung "Zukunft statt Kahlschlag": Über 1500 Beschäftigte protestierten in Berlin für starke Autoindustrie

IG Metall-Aktionstag gegen Arbeitsplatzabbau in der Automobilindustrie – Kundgebung bei Mercedes-Benz in Marienfelde und gemeinsame Demonstration von IAV, CARIAD und MBition – bundesweit rund 175.000 Beschäftigte beteiligt

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

21. September 2026 21. September 2026


„Zukunft statt Kahlschlag“: Über 1500 Beschäftigte protestierten in Berlin für starke Automobilindustrie

IG Metall-Aktionstag gegen Arbeitsplatzabbau in der Automobilindustrie – Kundgebung bei Mercedes-Benz in Marienfelde und gemeinsame Demonstration von IAV, CARIAD und MBition – bundesweit rund 175.000 Beschäftigte beteiligt 

Mehr als 1500 Beschäftigte haben heute in Berlin für den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine zukunftsfähige Automobilindustrie demonstriert. Bei Mercedes-Benz in Marienfelde versammelten sich Beschäftigte zu einer öffentlichen Kundgebung. In Moabit gingen Kolleginnen und Kollegen der Entwicklungsdienstleister IAV, CARIAD und MBition gemeinsam auf die Straße, um gegen den drohenden Stellenabbau zu protestieren. Darüber hinaus machten Beschäftigte in zahlreichen weiteren Berliner Betrieben mit Fotoaktionen auf die angespannte Lage der Branche aufmerksam.

Aus Sicht der IG Metall war der bundesweite Aktionstag für eine starke Automobilindustrie am 21. September 2026 ein voller Erfolg. Mit bundesweit rund 175.000 Beteiligten bei Kundgebungen, Demonstrationen und betrieblichen Aktionen setzten die Beschäftigten ein deutliches Zeichen: „Zukunft statt Kahlschlag!“ Bundesweit beteiligten sich Beschäftigte von Herstellern, Zulieferern und Entwicklungsdienstleistern an den Protesten. Von der Frühschicht bis zur Nachtschicht machten sie deutlich, dass sie eine aktive Industriepolitik, sichere Arbeitsplätze und Investitionen in die Zukunft der Branche erwarten. 

Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin: „Jetzt ist schnelles Handeln gefragt. Die Arbeitgeber müssen endlich investieren – in Standorte, in Produkte und damit in die Zukunft ihrer Beschäftigten. Die Kolleginnen und Kollegen haben diese Krise nicht verursacht, trotzdem sollen sie längere Arbeitszeiten, Unsicherheit und Stellenabbau hinnehmen. Das ist nicht akzeptabel. Wer von den Beschäftigten immer neue Opfer verlangt, hat keinen Zukunftsplan. Was wir brauchen, sind Investitionen, Perspektiven und sichere Arbeitsplätze.“

Die IG Metall nimmt nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Politik in die Pflicht. Zu den Forderungen der Gewerkschaft zählen eine konsequente Industriepolitik, die deutsche und europäische Wertschöpfung schützt und fördert sowie faire und wettbewerbsfähige Energiekosten. Außerdem fordert die Gewerkschaft die Beibehaltung der Altersteilzeit im Blockmodell sowie der Rente für langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren. 

Mit dieser Kraft im Rücken startet die IG Metall nun zum Aktionstag für einen starken Sozialstaat am 26.09. in Berlin! 

Weitere Infos dazu finden Sie hier. 

Für Rückfragen: Annika Schwarze, +49 171 1033127, annika.schwarze@igmetall.de



PM_21092026