Pressemitteilung Über 400 Beschäftige des Mercedes-Benz Werks Berlin stellen sich gegen Angriff auf Tarifstandards

Aktionstag Mercedes: Mehr als 400 Beschäftigte des Mercedes-Benz Werks Berlin haben heute auf einer Kundgebung vor dem Werk in Berlin-Marienfelde gegen den Angriff der Arbeitgeber auf Tarifstandards demonstriert.

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Mehr als 400 Beschäftigte des Mercedes-Benz Werks Berlin haben heute auf einer Kundgebung vor dem Werk in Berlin-Marienfelde gegen den Angriff der Arbeitgeber auf Tarifstandards demonstriert. Sie beteiligten sich damit am bundesweiten Aktionstag der IG Metall gegen längere Arbeitszeiten und ein Aussetzen von tariflichen Sonderzahlungen.

Mit den Protesten stellen sich die Mercedes-Kolleginnen und -Kollegen und die IG Metall gegen ein einseitiges Sparprogramm des Vorstandes auf Kosten der Belegschaft. Konkret hat das Unternehmen eine Debatte über eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich angestoßen und nutzt bestehende tarifliche Möglichkeiten, um den Transformationsbaustein von 18,4 Prozent eines Monatsverdienstes erst im nächsten Jahr statt Ende Juli auszahlen.

Matthias Mehlis, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender des Mercedes-Benz Werks Berlin, sagte auf der Kundgebung: „Es geht längst nicht mehr nur um die Verschiebung einer Sonderzahlung. Der Vorstand stellt inzwischen nahezu alle tariflichen Leistungen infrage. Gleichzeitig fordert er, dass jeder von uns künftig bis zu fünf Stunden pro Woche unbezahlt mehr arbeiten soll. Das ist kein Sparprogramm. Das ist ein Frontalangriff auf unsere Tarifverträge und auf den Respekt gegenüber den Beschäftigten. Wenn man uns angreift, dann rücken wir noch enger zusammen. Wir lassen uns nicht spalten.“

„Wer versucht, die Kosten der Transformation auf die Beschäftigten abzuwälzen, handelt kurzsichtig und verantwortungslos. Gute Arbeit, faire Bezahlung und verlässliche Tarifverträge sind kein Standortnachteil, sondern die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Die große Beteiligung heute zeigt: Die Beschäftigten stehen geschlossen hinter ihren Tarifverträgen. Die IG Metall wird jeden Versuch, diese Standards auszuhöhlen, entschieden zurückweisen“, so Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin.

Für Rückfragen: Annika Schwarze, +49 171 1033 127, annika.schwarze@igmetall.de
 



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