Pressemitteilung Spitzenkandidierende diskutieren in Industriebetrieben mit Betriebsräten über Zukunft des Industrie

IG Metall zieht Bilanz aus vier Betriebsbesuchen mit Linken, SPD, CDU und Grünen.

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

28. August 2026 28. August 2026


Wie soll es mit der Berliner Industrie weitergehen? Darüber haben in den vergangenen Tagen die Spitzenkandidierenden von Linken, SPD, CDU und Grünen mit Betriebsräten in vier Berliner Industriebetrieben diskutiert. Eingeladen hatte die IG Metall Berlin. 

Im Mittelpunkt standen konkrete Fragen zur Sicherung von Arbeitsplätzen, zur Transformation und zu den Bedingungen für industrielle Produktion in Berlin. Im Austausch wurde deutlich: Alle vier unterstützen den Forderungskatalog der IG Metall Berlin und damit neun zentralen Anforderungen an die künftige Berliner Industriepolitik.

Inhaltlich setzten die Kandidierenden unterschiedliche Schwerpunkte: 

Elif Eralp sagte am 21.08. bei Everllence: „Bezahlbare Mieten sind Standortpolitik. Sie halten Industrie und Handwerk in unserer Stadt und Azubis hier, wo sie leben möchten. Bezahlbare Mieten fördern Wirtschaft und öffentliche Wirtschaftsförderung koppeln wir an Arbeitsplatzgarantien. Ich möchte ein bezahlbares Berlin mit einer starken Industrie. Die IG Metall ist mir dabei ein wichtiger Partner.“

Steffen Krach sagte am 24.08. bei SKF: „Ich werde alles tun, damit Berlin als Industriestandort wieder wächst. Dafür kämpfe ich um jeden Arbeitsplatz und jeden Betrieb und treibe eine Fachkräfte-Offensive voran: Mit bezahlbaren Wohnungen für Azubis, mehr Ausbildungsplätzen, schneller Anerkennung ausländischer Qualifikationen und echter Aufwertung der Ausbildung insgesamt.“

Stefan Evers sagte am 25.08. bei GE Power: „Rund 85.000 Beschäftigte in 760 Unternehmen machen Berlin zu einem starken Industriestandort. Bei General Electric und im Gespräch mit IG Metall und Betriebsräten zeigt sich: Berlin hat industrielle Stärke, Erfahrung und Zukunft. Unser Ziel: Arbeitsplätze sichern, Investitionen erleichtern und beste Bedingungen für Ausbildung und Wachstum schaffen.“

Werner Graf sagte am 26.08. bei Innomotics: „Wir Grüne setzen wir uns für eine aktive Industriepolitik ein. Wir wollen mehr gut bezahlte Industriearbeitsplätze in der Region schaffen und die Energiewende zum Erfolg führen. Dazu braucht es eine Politik, die auf Herausforderungen reagiert und Investitionen in Innovation fördert. Für uns ist die Energiewende eine industriepolitische Chance. Wir wollen sie gemeinsam mit den Gewerkschaften und den Unternehmen beherzt ergreifen.“

„Wir wollten keine Sonntagsreden über den Industriestandort Berlin, sondern konkrete Antworten auf konkrete Probleme. Deshalb haben wir die Spitzenkandidierenden mit unseren Betriebsräten an einen Tisch gebracht“, sagt Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin. „Dabei wurde deutlich: Die Berliner Industrie braucht politische Aufmerksamkeit, verlässliche Rahmenbedingungen und einen Senat, der sich auch dann an die Seite der Beschäftigten stellt, wenn es schwierig wird. Unsere neun Forderungen liegen jetzt bei allen Parteien auf dem Tisch. Wer am 20. September Regierende Bürgermeisterin oder Regierender Bürgermeister wird, wird daran gemessen werden müssen.“ 

Für Rückfragen: Annika Schwarze, +49 171 1033127, annika.schwarze@igmetall.de 



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