Pressemitteilung Schaeffler will Berliner Entwicklungsstandort schließen – 259 Arbeitsplätze bedroht

IG Metall Berlin kritisiert geplante Standortschließung scharf und fordert Zukunftsperspektiven für die Beschäftigten.

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3. November 2026 3. November 2026


Schaeffler will Berliner Entwicklungsstandort schließen – 259 Arbeitsplätze bedroht

IG Metall Berlin kritisiert geplante Standortschließung scharf und fordert Zukunftsperspektiven für die Beschäftigten

 

Der Schaeffler-Konzern plant die vollständige Schließung seines Berliner Entwicklungsstandorts. Nach den am 2. November vorgestellten „Restrukturierungsplänen“ sollen in Berlin 259 Arbeitsplätze wegfallen. Die IG Metall Berlin kritisiert die Pläne entschieden und fordert vom Unternehmen, Verantwortung für den Standort und seine Beschäftigten zu übernehmen. Am Berliner Standort werden unter anderem Elektromotoren und Antriebstechnologien entwickelt.

Constantin Borchelt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin: „Die Schließung des Berliner Schaeffler-Standorts ist ein fatales Signal für den Industriestandort Deutschland. Während Politik und Unternehmen über Transformation sprechen, verlieren Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. Wer die Zukunft der Industrie gestalten will, muss investieren, statt zu schließen. Die Beschäftigten dürfen nicht die Rechnung für Managemententscheidungen und die Herausforderungen der Branche bezahlen. Wir werden gemeinsam mit dem Betriebsrat und den Beschäftigten für den Erhalt von Beschäftigung und gute Zukunftsperspektiven kämpfen.“

 

Hintergrund:

Die geplante Schließung ist Teil eines bundesweiten Abbauprogramms, mit dem Schaeffler in Deutschland rund 2.660 Stellen streichen und insgesamt vier Standorte vollständig schließen will. Neben Berlin sind Dortmund, Schwalbach und Morbach betroffen. An sieben weiteren Standorten sind Kapazitätsanpassungen vorgesehen.

Bereits im November 2024 hatte Schaeffler angekündigt, allein in Deutschland rund 2.800 Arbeitsplätze abzubauen. Erst vor wenigen Wochen folgte ein zusätzliches Altersteilzeitprogramm mit rund 1.800 abgeschlossenen Verträgen in Deutschland. Nun steht das nächste große Abbauprogramm an.

 


Für Rückfragen: Andreas Buchwald, 0170 4184 276, andreas.buchwald@igmetall.de



PM 03112026